Landschaftspark Duisburg-Nord

Natur in Bewegung

Auf der einst bäuerlich geprägten Fläche des jetzigen Landschaftsparks ließ August Thyssen ab 1903 ein Hüttenwerk zur Roheisenproduktion bauen. Während der 82-jährigen Betriebszeit wurden hier 37 Millionen Tonnen Roheisen hergestellt.
Heute bringt der Landschaftspark Duisburg-Nord eine erstaunliche Artenvielfalt hervor. Dies liegt vor allem an den extremen und unterschiedlichen Böden auf kleinstem Raum, die der Hüttenbetrieb hinterließ.

Auf dem ca. 200 Hektar großen Gelände leben mehr als 40 Brutvogelarten. Dazu gehören der Gartenrotschwanz und der Grünfink. Schmetterlinge, Füchse, Kaninchen und Fledermäuse haben hier ebenso ein zu Hause gefunden, wie die Zauneidechsen und Blindschleichen, die die warmen Schotterbetten der ehemaligen Gleisanlagen genießen. Das geführte alte Flussbett der Alten Emscher wird vom Niederschlagswasser der Dächer und von versiegelten Oberflächen gespeist. Hier sind das ruhrgebietweit größte natürliche Zypressen-Wolfsmilch-Vorkommen, Stockenten, Teich- und Blässhühner, Grünfrösche, Molche, Heuschrecken und viele Libellenarten, wie die Große Königslibelle, anzutreffen.

Auf dem Parkgelände sind typische heimische Arten wie das Silber-Fingerkraut und das Kleine Filzkraut zu finden. Gebäude- und Mauernischen werden von Blütenpflanzen, wie die aus dem Mittelmeerraum stammende Spornblume oder das Aufrechte Glaskraut besiedelt.

 

 

Stützpunktschulen des Standortes

Bemerkenswerte typische Arten