Evaluation

Was ist eigentlich Evaluation?

Evaluation im Zusammenhang mit einem Projekt bedeutet, dass man dieses während der gesamten Laufzeit mit dem Ziel der Verbesserung überprüft; also bereits erste Ergebnisse des Projektes bewertet und genau hinschaut, ob alles so läuft, wie man es sich vorgenommen hat.

Wenn etwas nicht wie geplant funktioniert, kann und soll nachgebessert werden. Evaluation bewirkt also, dass das Projekt durch die fortlaufende Überprüfung und Anpassung stetig verbessert wird.

Sozio-Ökonomische Evaluation

Sozio-ökonomische Evaluation im Projekt LELINA bedeutet, dass die Teilnehmenden, also die Schüler*innen und Lehrer*innen, in den Mittelpunkt rücken.

Neben der Zählung der durchgeführten Unterrichtseinheiten (Module) auf den Industrienaturflächen sowie der Erfassung der Anzahl der Schüler*innen und Lehrer*innen erfragt die Evaluation auch die Zufriedenheit der Teilnehmenden mit dem LELINA-Angebot auf den Industrienaturflächen.


Im Fokus der sozio-ökonomischen Evaluation steht jedoch die Überprüfung der Wirkungen des Projektes LELINA auf die Schüler*innen und Lehrer*innen. Eine „Wirkung“ ist zum Beispiel, wenn ein Wissenszuwachs (z.B. über die Biologische Vielfalt) gemessen werden kann. Des Weiteren werden durch die Methode der teilnehmenden Beobachtung und durch mehrfache Befragungen Daten erhoben, mit dem Ziel, Veränderungen in der Einstellung zu und im Handeln auf Industrienaturflächen bei den Schüler*innen zu erkennen.

 

Evaluationsmethoden

  • Erhebung der Teilnehmendenzahlen nach Gruppen
  • Teilnehmende Beobachtung
  • Kinderzeichnungen
  • Wissens- und Sprachtests
  • Gruppendiskussionen mit Schüler*innen
  • Befragungen von Schüler*innen
  • Befragungen von Lehrer*innen
  • Expert*innen Interviews mit Lehrer*innen
  • Aktivitätsprotokolle/GPS-Messungen

Wie funktioniert Evaluation?

Es werden Daten zum Wissen, zu Einstellungen und zum Handeln der Teilnehmenden erhoben, ausgewertet und die Ergebnisse dargestellt.

Zum Beispiel werden mit den Schüler*innen vor den Besuchen der Industrienaturflächen und danach kleine Wissenstests durchgeführt, um dadurch den Zuwachs von Wissen messen zu können. Zusätzlich werden die Schüler*innen zu ihren Einstellungen zur Natur, ihrem Handeln und ihrer Zufriedenheit mit den Modulen befragt sowie während des Unterrichtes auf der Industrienaturfläche bei ihren Tätigkeiten begleitet und beobachtet. GPS-Geräte zeichnen genau die Strecken auf, die einige Schüler*innen auf den Flächen zurücklegen und liefern damit Daten, mit denen man die Bewegungsintensität und den Bewegungsradius messen kann.

 

Damit die Ergebnisse aussagekräftiger werden, sollen nicht nur „Vorher-Nachher-Daten" erhoben und ausgewertet werden, sondern auch jeweils Daten von Vergleichsgruppen, die nicht an den Flächenbesuchen teilnehmen, um sogenannte „Mit-Ohne-Vergleiche“ durchführen zu können.
Aber auch die Lehrer*innen werden als Expert*innen für ihre Schüler*innen und deren Lernerfolge sowie zur eigenen Zufriedenheit mit den Angeboten des Projektes LELINA befragt. Das alles immer mit dem Ziel, das Projekt LELINA kontinuierlich zu verbessern und an die Bedürfnisse der Schüler*innen und Lehrer*innen bestmöglich anzupassen.