Kokerei Hansa

Kokerei Hansa

Natur vs. Technik

Die Kokerei Hansa wurde ab 1927 aufgebaut und zweimal erweitert. Zu Spitzenzeiten wurden hier täglich 5.400 Tonnen Koks produziert. Markant ist hier die Trennung und Aufreihung der Koksofenbatterien und chemischen Betriebsanlagen in zwei "Straßen", die Schwarze und die Weiße Straße. Auf der Weißen Straße wurden Nebenprodukte wie gereinigtes Koksgas zum Weiterverkauf gewonnen, während auf der Schwarzen Straße der Verkokungsprozess erfolgte. Von 1986 bis 1992 wurde der Betrieb schrittweise eingestellt.

Im Ruhrgebiet ist die Kokerei Hansa die einzige erhaltene und begehbare Kokerei aus den 1920er Jahren. Der besondere Reiz des ca. 20 Hektar großen Industriedenkmals besteht in dem Miteinander von Architektur, Technik und Natur. Es zählt zu einem der Ankerpunkte der "Route Industriekultur" und kann auf dem Erlebnispfad "Natur und Technik" erkundet werden.

Zwischen den alten Kokereigebäuden, ausrangierten Maschinen und stillgelegten Bahngleisen konnte sich die Natur ungehindert ausbreiten. So findet man hier beipielsweise die Birke als Pionierart in Pflasterritzen, auf Schotterflächen und sogar hoch oben auf den Koksofenbatterien. In und an den Wasserbecken hat sich eine artenreiche Fauna mit verschiedenen Insektenlarven, Schnecken, Wanzen, Grünfröschen und Libellen angesiedelt.

 

Stützpunktschulen des Standortes

An diesem Standort wurde der Projektstart verschoben. Sobald es los geht, informieren wir euch.

Bemerkenswerte standorttypische Arten

  • Ödlandschrecke
  • Kreuzkröte
  • Schmetterlingsflieder
  • Natternkopf